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Schonzeit vorbei

Posted by Siggi on 10. Oktober 2019 in Kurznachricht, Politik |

Demokratie kann nicht gesetzlich geschützt oder verordnet werden. Demokratie braucht mutige Demokraten.

“Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch” mahnte einst Berthold Brecht

Es ist über 85 Jahre her, als die Nazis am 30. Januar 1933 die Macht in Deutschland übernahmen. Ausländer , Juden, Sinti und Roma, Behinderte und Andersdenkende wurden diskriminiert, verfolgt und ermordet.

Am gestrigen Tag versuchte der mit schweren Waffen und Sprengkörpern bewaffnete 27 jährige Deutsche, Stephan B. aus Halle, die Synagoge in Halle zu stürmen. In dieser befanden sich ca. 80 Personen, um das jüdische Versöhnungsfest “Jom Kippur” zu feiern. Er schaffte es nicht die schwere Eingangstüre die zur Synagoge führt, zu öffnen bzw. zu sprengen. Durch Schüsse vor der Synagoge stirbt Minuten später eine vorbeikommende Frau und wenig später erschießt er in einem Döner-Imbiss einen Mann.

Während der Tat schimpft der Täter mehrfach über „Juden“ und „Kanaken“. Der 27-Jährige, war offenbar von Fremdenhass motiviert.

„Dieser Tag ist ein Tag der Scham und der Schande“, sagte unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach dem Besuch der betroffenen Synagoge. „Wer jetzt noch einen Funken Verständnis zeigt für Rechtsextremismus und Rassenhass, wer die Bereitschaft anderer fördert durch das Schüren von Hass, wer politisch motivierte Gewalt gegen Andersdenkende, Andersgläubige oder auch Repräsentanten demokratischer Institutionen, wenn ich an den Fall Walter Lübcke denke – wer das rechtfertigt, der macht sich mitschuldig.“

Es gilt endlich aufzustehen. Aufzuschreien gegen Rassismus und Fremdenhass. Bereits der subtile Rassismus im Alltag, der mit Arroganz im Umgang mit Ausländern oder mit dem Weghören bei “Stammtischgesprächen” beginnt, muß bekämpft werden. Setzen wir uns rechtzeitig zur Wehr, greifen wir ein.

Erkennen wir auch, dass die AfD nicht das ist, was sie uns gerne verkaufen möchte. Schauen wir ihr aufs Maul. Wer Mitglied dieser Partei ist, oder diese Partei wählt, sollte erkennen dass er sich an den Tisch von Rassisten und Faschisten setzt. Es gibt hierfür unzählige Beispiele. Jetzt mag ich nur an den “Vogelschiss” von Alexander Gauland erinnern, der das verbrecherische System des Nationalsozialismus kleinredete.

Zur Erinnerung:

Als die Nazis die Kommunisten holten,

habe ich geschwiegen,

ich war kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,

habe ich geschwiegen,

ich war kein Sozialdemokrat.

Als sie die Katholiken holten,

habe ich nicht protestiert.

Als sie mich holten

gab es keinen mehr,

der protestieren konnte.

(Martin Niemöller, ehem. Kirchenpräsident von Hessen und Nassau. 1938 bis  1945 in KZ-Haft)

 

Bis denne – Siegfried Termöhlen

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Da hilft kein Pudern und kein Schminken – braunes tut nach Schei.. stinken

Posted by Siggi on 30. September 2019 in Kurznachricht, Politik |

Das Verwaltungsgericht Meiningen urteilte am 25.09.2019, dass der Vorsitzende der Thüringer AFD „Bernd“ Höcke als das was er ist bezeichnet werden darf, als Faschist.

Das VG Meiningen begründete das Urteil unter anderem wie folgt:

„… durch eine Reihe von Sozialwissenschaftlern und Historikern werde eine offene Übernahme von faschistischen, rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Aussagen des deutschen Nationalsozialismus festgestellt“.

Das Gericht bezog sich auch auf die Veröffentlichung  eines von ihm im Juli 2018 veröffentlichten Buches. Dies bestätige insgesamt seine faschistische Agenda:

„Nach seiner Auffassung sei letztlich ein neuer Führer erforderlich, Teile der Bevölkerung sollten ausgeschlossen werden, insbesondere Migranten. In rassistischer Diktion wettere er gegen den angeblich „bevorstehenden Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch“. Gegenüber Andersdenkenden gelte: „Brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser kuriert werden, wusste schon Hegel”. Bezogen auf die von ihm angestrebte Umwälzung stelle er fest, dass „wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind“ mitzumachen. Er denke an einen „Aderlass“. Diejenigen Deutschen, die seinen politischen Zielen nicht zustimmten, würden aus seinem Deutschland ausgeschlossen werden. Er trete für die Reinigung Deutschlands ein. Mit starkem Besen sollten eine „feste Hand“ und ein „Zuchtmeister“ den Saustall ausmisten. Bezogen auf den Hitler-Faschismus sei diese für ihn vor allem die „katastrophale Niederlage von 1945“. Schlimm sei gewesen, dass Deutschland den Weltkrieg verloren habe. In Dresden habe er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert, was heiße, die Zeit des Hitler-Faschismus positiv zu betrachten, was auch insgesamt man aus seiner Rede herauslesen werde können. Dort fände sich auch eine Verherrlichung des Faschismus. Das Holocaust-Denkmal in Berlin bezeichne er als „Schandmal“. Er setze immer weder an faschistischem Sprachduktus an: „Ich will, dass Magdeburg und dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit haben. Ich will, dass sie noch eine tausendjährige Zukunft haben, und ich weiß, ihr wollt das auch“. Zu Hitler erkläre er, dass „Hitler als absolut böse dargestellt wird“, und dass es nicht so „Schwarz und Weiß“ sei. Im Kontext vieler anderer Aussagen sei immer wieder eine Verharmlosung und Relativierung Hitlers und des Dritten Reiches erfolgt.“

https://taz.de/picture/3706210/948/104738424.jpeg

Der staatlich geprüfte Faschist Höcke ist Kopf des rechtsradikalen völkischen Flügels innerhalb der AFD, den er mit der „Erfurter Resolution“ 2015 mitbegründete. Foto: dpa

Wer AfD wählt, wählt rechtsradikale Neonazis und Faschisten

Jedem sollte spätestens jetzt bewußt sein, dass diese Partei sich höchst richterlich bestätigt auf dem Weg zu Rassismus und Fremdenhass befindet. Dies vor allem unter dem stetig wachsenden Einfluß des sogenannten rechten Flügels.

Jeder Bürger unserer Heimatstadt Wuppertal sollte die Zeit bis zur Kommunalwahl im September 2020 nutzen, sich mit Vernunft und Sachverstand mit dieser nationalistischen „Rechtsgesteuerten Partei“ auseinanderzusetzen.

Bis denne - Siegfried Termöhlen

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50 Jahre Fußgängerzone Wuppertal Elberfeld

Posted by Siggi on 26. September 2019 in Kurznachricht |

auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 26. September 1969, eröffnete Alt-Oberbürgermeister Herbert Herberts offiziell mit einem großen Fest die Elberfelder Fußgängerzone.

Der Ausbau war bis auf wenige Teilbereiche abgeschlossen und galt als Deutschlands größte Fußgängerzone.

Die Eröffnung fand vor Fertigstellung aller geplanten Bereiche statt, aber letztendlich war zwei Tage später, am 28. September 1969 eine Bundestagswahl. In dessen Ergebnis konstituierte sich die erste sozialliberale Koalition auf Bundesebene.

Die offizielle Eröffnung des “Elberfelder Fußgängerparadieses” wurde im Rahmen einer “Wuppertaler Woche” gefeiert.

Ob zur Wuppertaler Kommunalwahl am 13. September 2020 wiederum eine “Wuppertaler Woche” zur Eröffnung des neugestalteten “Fußgängerparadieses” in Barmen und Elberfeld geplant ist? Wir werden sehen.

 Bis denne – Siegfried Termöhlen 

Quelle: „Fußgängerparadiese“ für Elberfeld und Barmen – Hinrich Heyken

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Im Bahnhof – Ein Klavier, ein Klavier

Posted by Siggi on 14. Januar 2019 in Kurznachricht |

Im Bahnhof – Ein Klavier, ein Klavier

In der Vorhalle des Wuppertaler Hauptbahnhofes steht ein von Piano Faust zur Verfügung gestelltes Klavier, auf dem jede Frau, jeder Mann seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellen kann.

Nachdem ich heute Vormittag bei einem Stadtbummel die Bahnhofsvorhalle betrat, wurde ich von ungewöhnlichen Tönen empfangen.

 

© Siegfried Termöhlen – Die Erlaubnis des Pianisten liegt vor

Mitten im Trubel der vorbeieilenden Bahnhofsbesucher bespielte ein Pianist ein Klavier und entlockte ihm manch wundervolle Klänge. Er füllte die gesammte Vorhalle mit seinem Spiel, das man den Eindruck bekam einen Konzertsaal zu betreten.

Da steckt ja wohl Meine Stunde für Wuppertal dahinter. Dies ist eine ganz tolle Aktion und ich freue mich auf mehr davon.

In diesem Sinne – bis denne – Siegfried Termöhlen

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Wuppertaler Seilbahnprojekt: Michi Müller – Bleib bei Deinen Würstchen

Posted by Siggi on 9. Januar 2019 in Kurznachricht |

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) planen, unterstützt durch den Wuppertaler Stadtrat, eine Seilbahn vom Hauptbahnhof hinauf auf Wuppertals Südhöhen. Der CDU Fraktionsvorsitzende Michael Müller beschwert sich diesmal über mangelnde Information durch unseren SPD Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Der Inhaber von IMBISS Müller, genannt „Würstchen Müller“, beschwert sich in seiner Funktion als CDU Fraktionsvorsitzender über mangelnde Information über den aktuellen Stand des Seilbahnprojektes durch Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) und wirft der Stadtverwaltung, vertreten durch den Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig (CDU), Verzögerungstaktik vor!

Unverständlich ist, warum Michael Müller wieder einmal Oberbürgermeister Andreas Mucke angreift, anstatt sich an seinen CDU Kollegen Dr. Johannes Slawig abzuarbeiten, der als Stadtdirektor Wuppertals,  vollinhaltlich für die Aufgaben der Verwaltung verantwortlich ist!

Dazu sitzt Dr. Johannes Slawig, sein Fraktionskollege Mathias Conrads und sein Stellvertreter im Vorsitz der CDU Ratsfraktion, Hans-Jörg Herhausen, im Aufsichtsrat der WSW.

Sprechen diese Herren nicht miteinander?

Deren Aufgabe ist es, den Vorstand der WSW zu kontrollieren, sowie auch zu beraten. Auch sollten sie  in dieser Funktion über Planungen und deren Ergebnisse informiert sein. Wenn nicht, läuft dort etwas gewaltig schief, was von seiner Fraktion (und uns Wuppertaler Bürgern) zu bemängeln wäre!

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